Ecuador – Galapagos: Isla Isabela

Die Überfahrt von Santa Cruz nach Isabela dauert etwa 2 Stunden und kostet 30 Dollar pro Person. Das ist ein festgelegter Preis und gilt für alle Agenturen. Da es sehr viele unterschiedliche Agenturen gibt, war das Spektakel am Hafen groß. Jeder Fahrgast musste der jeweiligen Agentur zugeordnet werden. Die Gesichter auf allen Seiten waren unbekannt. Nur der Hafenchef hatte einen Überblick. Dennoch wurden wir gefunden und  gehörten schließlich zu Gabi.

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Nach 2 wackeligen Stunden freute ich mich sehr auf Land unter meinen Füßen. Das Boot war einfach zu klein, zu unbequem und viel zu schnell. Beinahe jeder Fahrgast lehnte sich zurück und schloss die Augen während der Fahrt. Mir hätte sonst die Seekrankheit gedroht. Ich blieb glücklicherweise verschont und die anderen auch.

Auf der Isla Isabela wohnten wir im Hostal Loja. Jeder Morgen begann  mit einem schönen Frühstück im Garten der Unterkunft. Und immer kamen die örtlichen Katzen dazu und miauten, was das Zeug hielt. Für ausreichend Katzennachwuchs ist auch gesorgt. Am liebsten hätte ich eine von den süßen Kätzchen in meinen Rucksack gesteckt und mitgenommen, aber keine Chance, sie sind viel zu scheu. Sobald sie uns entdeckten, waren sie unterm Dach verschwunden.

So widmeten wir uns dem Rest der Tierwelt. Es gab drei tolle Highlights auf Isla Isabela.

Crienza Aufzuchtstation für Schildkröten

Auf unserem Weg zur Aufzuchtstation kamen wir an einer Flamingo-Lagune vorbei. Es war sehr schön anzusehen, wie diese eleganten Tiere auf einem Bein stehen, sich bewegen und pflegen. Auf Flamingos hatte ich noch gehofft und mein Wunsch wurde erfüllt.

Nach einem kurzen Fußmarsch erreichten wir die Schildkrötenstation und erfreuten uns wieder mal an dem Anblick unserer Lieblingstiere. Und dieses Mal in den unterschiedlichsten Größen. Es ist ja eine Aufzuchtstation :-)!

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Warum gibt es nun diese Aufzuchtstation? Riesenschildkröten haben als Kinder in der Natur kaum eine Chance riesig zu werden. Mittlerweile gibt es zu viele natürliche Feinde. Eingeschleppt durch Menschen. Zu ihren Feinden gehören unter anderem Hunde, Ratten, Esel. Hunde können die Babyschildkröten ganz leicht zerbeißen, da der Panzer dann noch nicht ganz hart ist. Esel zertreten sie und Ratten fressen die Eier. In der Aufzuchtstation sorg man für die Fortpflanzung. Die Jungen werden großgezogen und wenn sie groß genug sind, lässt man sie frei, also wildert sie aus. Das klappt wunderbar. Ohne diese Projekte auf einzelnen Inseln gäbe es keine Riesenschildkröten mehr. Ganz früher wurden sie auch gejagt wegen ihres Fleisches. Schildkröten sind fast blind und sehr vertrauensvoll. So war es ein Leichtes, sie zu jagen.

Los Túneles

Noch einmal wollten wir schnorcheln. Bei der letzten Tour hat es ja nicht so ganz geklappt. Also versuchten wir es auf Isabela nochmal. Und es war meine schönste und beste Schnorchel-Erfahrung.

Wir fuhren mit einem Boot aufs Meer hinaus. Auf unserem Weg sahen wir schon einige Wasserschildkröten, Blaufußtölpel, Seelöwen und in der Ferne springende Rochen.

Dann erreichten wir die Stelle im Meer, wo viele Felsformationen aus dem Wasser ragten. Dort hieß es, tapfer sein und ins dunkle tiefe Nass springen. Wir hatten sogar Wetsuits an wegen der Wassertemperatur. Insgesamt waren wir 15 Leute inklusive Guide. Ja, bei dieser Tour gab es einen Schnorchel-Guide. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ich dachte, wir können auf eigene Faust los. Aber genau dieser Guide machte die Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis. Er wusste nicht nur, wo sich die Tiere befinden, er machte auch Fotos mit seiner Unterwasserkamera.

Ich genoss die Unterwasserwelt, auch wenn das Schwimmtempo nicht immer meinem eigenen Tempo entsprach. Insgesamt habe ich sechs Wasserschildkröten gesehen. Das war ein sonderbares Gefühl, als sie so nah an mir vorbeischwammen und ich ihnen in die Augen sehen konnte. Ich meinte, dass sie mich auch anschauten. Am liebsten hätte ich mich mit Kristian ausgetauscht, aber unter Wasser ist das schwierig. Ich war echt glücklich da unten. Das hätte ich nie im Leben gedacht.
Allerdings gab es auch einen Moment, wo ich am liebsten schnell aus dem Wasser gesprungen wäre. Wir haben auch Haie gesehen. Harmlose Haie zwar, aber es waren Haie. Ich hab nur zwei gesehen. Alle anderen noch mehr, aber ich denke, ich wollte dann keine mehr sehen. Sie lagen ganz friedlich auf dem Meeresboden und haben geschlafen. Trotzdem war mir das nicht geheuer.
Zu guter Letzt hat uns unser Guide dann noch ein Seepferdchen gezeigt. Die hatte ich mir ganz anders vorgestellt, irgendwie bunter. Dennoch war auch das ein wunderbares Erlebnis. Ohne Guide hätten wir das Seepferdchen nie gefunden.
Ganz nebenbei haben wir unzählige kleine und größere bunte Fische, Korallen und eben einfach die faszinierende Unterwasserwelt gesehen. Das war echt große Klasse.

Nach 1,5 Stunden Schnorchelerlebnis kehrten wir zurück auf das Boot und fuhren weiter. Zur Tour gehörte es auch noch, das Lava-Tunnel-System im Meer besser kennen zu lernen. Dabei haben wir wieder einige Blaufußtölpel und eine Wasserschildkröte gesehen. Eine bizarre, aber wunderschöne Landschaft.

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Auf unserer Rückfahrt in den Hafen von Isabela hatten wir noch das Glück, einen Pinguin und einige Rochen zu beobachten. Ein perfekter Tag!

Die Abende nach unseren vielen Erlebnissen verbrachten wir am wunderschönen Strand von Isabela. Hier ein paar Eindrücke.

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