Malaysia – Inseln. Dschungel. Stadt.

Nach den thailändischen Inseln Ko Lanta und Ko Lipe haben wir die malayische Insel Langkawi besucht und sind so auch entspannt in Malaysia eingereist. Auf Langkawi hatten wir viel Sonne, viel Strand, viele Palmen und dieses Mal auch wieder eine Unterkunft direkt am Meer. Diese hätten wir ohne einen sehr hilfsbereiten indischen Restaurantbesitzer wohl nicht so schnell gefunden. Mit unseren großen Rucksäcken ist die Zimmersuche nicht immer ein Vergnügen. Zumal es gefühlt 40 Grad im Schatten sind.

Malaysia ist bekannt für seine vielen Kulturen. Uns fiel auf Langkawi zunächst einmal die islamische Kultur auf. Der Islam ist in Malaysia die Staatsreligion. So ist es nicht verwunderlich, dass wir viele Muslime mit den typischen Käppis und viele verschleierte Frauen gesehen haben. Zumal auch gerade Schulferien in Malaysia und somit auf Langkawi auch viele Einheimische waren. Ich kam mir anfangs am Strand ein bisschen komisch vor. Die meisten Frauen sind komplett bekleidet ins Wasser gegangen. Ich natürlich nur im Bikini.

Es gab ein großes Freizeitangebot auf Lankawi. Wir haben uns lediglich für eine weitere Inselhopping-Tour entschieden. Das Boot war dieses Mal etwas kleiner und wir mussten Schwimmwesten tragen. Auf unserer Tour haben wir freche Makaken und riesige Adler gesehen. In Gegenwart der frechen Affen (Makaken) hieß es, keinen Augenkontakt zu halten und ja schön auf die eigenen Sachen aufzupassen…sehr entspannt. Einmal durften wir dann auch mit erleben, wie gewitzt die kleinen Biester bei der Nahrungsbeschaffung sind. Gerade hatte sich jemand etwas zu essen gekauft und schon war es wieder weg. Wir blieben glücklicherweise verschont.

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Nach vier Tagen fuhren wir zur nächsten malayischen Insel – Penang. Allerdings haben wir uns dort ausschließlich dem Stadtleben gewidmet. Wir waren in Georgetown, das zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Die Stadt hat viel zu bieten. Wir haben uns für den Penang Hill und einen Street Art Walk entschieden.

Der Walk hat uns besonders beeindruckt. 2012 haben einige Street Art Künstler anlässlich eines Kulturfestivals die Stadt mit Wandmalereien verschönert. Dazu gehörte auch der Künstler Ernest Zacharevic. Er hat oft reale Gegenstände mit in seinen Malereien verarbeit, z.B. ein Fahrrad, auf dem Kinder sitzen, die er an die Wand gemalt hat. Dieses Motiv kannten Kristian und ich von einem Kalender, den wir letztes Jahr in unserer Küche hängen hatten. Diese Verbindung machte den Walk so besonders für uns.

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Von Georgetown aus ging es dann nach Tanah Rata in die Cameron Highlands. Zum einen wollten wir keine 40 Grad im Schatten mehr und zum anderen nochmal einen Dschungel-Trek. Beide Wünsche erfüllten sich. Im Hochland waren die Temperaturen sehr viel angenehmer und so gingen wir endlich auch mal wieder wandern.

Wir bestiegen den Gunung Jasar (1670m). Begonnen haben wir bei 1420m. Diese Wanderung durch dichten Dschungel war sehr schön, anstrengend und unheimlich lehrreich. Wir hatten zufälligerweise den besten Guide der Gegend gebucht. Jason zeigte uns nicht nur den richtigen Weg durch den Dschungel, sondern erzählte uns auch viel über Pflanzen, Tiere, Teeanbau und die politischen Entwicklungen hinsichtlich der Natur. Jede Frage, die wir stellten, wurde beantwortet. Auch meine nach potenziellen Schlangen. Er meinte, dass Schlangen Vibrationen schon zwischen 100 bis 200 m Entfernung wahrnehmen. Ich musste also immer nur schön in der Mitte gehen, dann konnte gar nichts passieren :-). Jason sorgte für ausreichend Pausen und dass die Gruppe zusammenblieb. Unsere Gruppe bestand aus zehn Leuten, darunter waren ein Österreicher, zwei Franzosen, zwei Chinesen, zwei Niederländer, wir als Deutsche und unser Guide. Eine lustige Truppe.

Unser Ziel war eine Teeplantage. Dort kamen wir nach etwa fünf Stunden an und Jason erzählte uns alles Wichtige zu den unterschiedlichen Teesorten und wie diese hergestellt werden. Dabei haben wir erfahren, dass der in Europa beliebte Schwarztee nur durch einen dummen Zufall entstanden ist. Eigentlich sollten die Europäer chinesischen Tee bekommen. Doch auf der langen Schifffahrt fermentierte der Tee und wurde noch dunkler und stärker im Geschmack. Die Europäer mochten dies aber so sehr, dass der chinesische Tee noch heute für den europäischen Markt zum Schwarztee weiterverarbeitet wird. Wir hatten wieder wunderschöne Teefelder, dieses Mal etwas größer als auf Sri Lanka.

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Zurzeit sind wir in Kuala Lumpur. Wir haben hier einen siebentägigen Stopp eingebaut. Dieses Mal waren nicht wir krank, sondern Kristians Kamera. Obwohl das eigentlich auch dazu führt, dass Kristian dann ein bisschen krank ist :-). Wie dem auch sei. Der Blitz öffnete sich nicht mehr und es roch komisch, wenn man trotzdem ein Foto mit Blitz gemacht hat. Nach einer langen Suche im heißen Straßen-Dschungel Kuala Lumpurs haben wir dann doch noch das wohltemperierte Nikon Kundencenter inklusive kompetentem Servicemitarbeiter gefunden. Und die Kamera ist auch schon wieder wohlbehalten zum Besitzer zurückgekehrt. Also alles gut.

Wir haben in der Zwischenzeit die Stadt erkundet, d.h wir wohnen in Chinatown, haben Little India, die moderneren Viertel Bukit Bintang und Bangsar, die Petronas Towers inklusive Shopping Center, den Botanischen Garten, das islamische Kunstmuseum, eine Moschee (natürlich nur entsprechend bekleidet), viele Cafés und Restaurants besucht und das multikulturelle Malaysia richtig erlebt. Allein kulinarisch ist hier viel zu erleben. Dabei konnten wir drei Gewitter genießen in der Hoffnung auf ein bisschen Abkühlung. Zwei davon haben jeweils eine Stunde gedauert. Die Stadt heizt sich im Laufe des Tages ziemlich auf. Die Gewitter sorgten leider nur für eine sehr kurze Abkühlung. Deshalb freuen wir uns mittlerweile sehr auf den beginnenden Herbst in Neuseeland. Morgen fahren wir nach Singapur, bleiben dort zwei Tage und am 30.3.16 geht unser Flug nach Auckland. Wir haben bereits einen Campervan gemietet und planen fleißig unsere Route. Und wir freuen uns natürlich auf reichlich Post von euch :-). Auckland ist unser erster Poststopp.

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Damit endet unser Asientrip. Wir sind sehr gespannt, wie wir auf Neuseeland reagieren. Asien war spannend, aber auch speziell…die Tierwelt (Schildkröten, Elefanten, Krokodile und die ein oder andere Kakerlake), die Hilfsbereitschaft (besonders in Malaysia), das funktionierende multikulturelle Zusammenleben, die wunderschönen Inseln und Strände, die Tuk Tuks und der wilde Verkehr, die fantastische Natur (besonders im Hochland der Länder), die kulinarischen Erlebnisse (indische Currys, Fruit Juices, Lassis, Falafel…) sowie die Hitze werden uns in Erinnerung beiben.

Ach ja, frohe Ostern für euch alle!

 


5 Gedanken zu “Malaysia – Inseln. Dschungel. Stadt.

  1. Es ist so schon, von Dir zu lesen. Die Beschreibungen sind so bildlich, dass ich mich fühle, als erlebe ich alles mit. Weiter so, ich freue mich auf weitere Berichte! Und auch Euch: Schöne Ostern! 🙂 Kussis!

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  2. Meine liebe Colli, mit sehr viel Neugier und Freude verfolge ich Deine Berichterstattung und wie viele hier, fühle ich mich vollkommen mitgenommen von Euch. Ich freue mich total, dass Ihr soviel erlebt. Die Bilder sind toll und es ist super, dass Du nun auch auf den Fotos bist. Ich bin sehr gespannt, ob Euch Neuseeland genauso gut gefällt wie mir. Genießt eure Reise weiterhin, macht alles mit, erlebt viele Abenteuer und immer daran denken: Der Weg ist das Ziel! 😉

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  3. Hi Nicole, vielen lieben Dank für Deine PN. Habe mich sehr gefreut! Asien ist schon sehr abenteuerlich aber auch schön wenn ich das so lese, schöne Storys und absolut geile Bilder. Bin gespannt auf die Berichte aus Neuseeland. Macht weiter so und super viel Spaß Euch Beiden. LG, Peter

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  4. Liebe Wetzelstone! Ich liebe Deine lebhaften Berichte und die kleinen Geschichten, die Du so amüsant mit einbaust☺️ bspw. die kranke Kamera. Ich habe dazu immer Dein sehr spezielles Lachen im Ohr. Ich freue mich, dass es Euch gut geht. Auf den gemeinsamen Bildern seht Ihr
    sehr entspannt und vorallem glücklich aus. Drück Euch ganz doll😘

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  5. Auch hier tolle Bilder und so schön anschaulich geschrieben, dass es sich anfühlt, als wäre ich dabei gewesen. Freue mich mehr von euch zu lesen! Fühlt euch gedrück! Weiterhin gute Reise :-*

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