Nach vier Tagen wundervoller Natur, schönen Wanderungen, viel Erholung und gutem schwarzen Tee zu jedem Frühstück und auch mal zwischendurch verließen wir schließlich Ella. Unsere nächste Station sollten die Horton Plains sein. Das ist ein Nationalpark im Hochland Sri Lankas. Dort wollten wir dann zu World’s End wandern. Als Ausgangspunkt hatten wir uns entgegen der Touristenströme für die „Stadt“ Ohiya entschieden. Der Zug sollte uns dorthin bringen.
Sri Lankas Zugstrecken sind sehr berühmt und begehrt. Wir buchten also in der 2. Klasse vor. Hätte man wohl nicht gemusst, aber so hatten wir für 2,5 Stunden Fahrt einen Platz. Zugfahren auf Sri Lanka ist ein bisschen anders als in Deutschland. Die Türen sind offen während der Fahrt und die Menschen stehen oder sitzen direkt an den offenen Türen. Wir haben das natürlich niiiie gemacht :-). Man muss aber auch dazu wissen, dass die Höchstgeschwindigkeit 40 km/h war. Die Fenster sind ebenfalls alle offen. So konnte ich sehr viele Fotos von Land und Leuten machen. Ich war nahezu in einem Fotorausch, weil mich die Landschaft so begeistert hat. Hier eine Auswahl.
In Ohiya angekommen, brauchten wir erstmal eine Unterkunft. Die haben wir dann auch sehr schnell gefunden. Von außen und von der Lage her war sie echt schön, aber von innen war sie gewöhnungsbedürftig. Zuerst wollten wir drei Nächte bleiben. Am Ende waren wir nur eine da.
Glücklicherweise war diese eine Nacht schon 5 Uhr zu Ende, denn 5.30 Uhr brachen wir zu unserer Wanderung in den Horton Plains auf. Warum so früh? Alle wollen einen tollen Ausblick vom höchsten Punkt der Wanderung – World’s End – haben. Das Wetter ändert sich sehr schnell in den Horton Plains und es zieht Nebel auf, dann sieht man nichts als Nebel. Wenn es klar ist, sieht den indischen Ozean.
Wir wurden also 5.30 Uhr mit einem TukTuk abgeholt und sind dann wieder zurück in den „Stadtkern“. Dort wartete Shanty auf uns. Shanty haben wir bereits auf Ella Rock kennengelernt und zufällig bei unserer Ankunft in Ohiya wiedergetroffen. Sie ist eine Niederländerin, aber auf Sri Lanka geboren. Sie macht einen 9-wöchigen Trip und nutzt jede Gelegenheit, wo sie etwas Geld sparen kann. So fragte sie uns, ob wir uns das TukTuk zum Eingang des Nationalparks nicht teilen wollen. Das taten wir dann.
Wir mussten etwa 30 Minuten bergauf fahren, um zum Eingang des Nationalparks zu gelangen. Hin und wieder hatte das TukTuk keine Lust, uns alle gemeinsam hochzufahren und wir mussten aussteigen und zu Fuß gehen. Die Sonne ging dabei langsam auf. In Ella kühlte es sich ja zum Abend hin ab. In Ohiya war es grundsätzlich kalt, so kamen unsere wärmsten Klamotten zum Einsatz und natürlich auch unsere Wanderboots. Am Eingang zum Nationalpark waren wir nicht die ersten. Es sollte also wieder eine Wanderung mit vielen anderen Touristen werden. Und dann gabs auch noch ein Zeitlimit. 3 Stunden hatten wir für den Weg. Na ob wir das schaffen?!
Wir gingen erstmal los. Ziele auf unserem Weg waren: Small World’s End, World’s End und Bakers Waterfall. Der Weg und die Landschaft waren von Anfang an sehr beeindruckend. Das hat uns direkt mit allem versöhnt. Es war immer noch unheimlich früh und wir waren müde, aber trotzdem guter Dinge. Wir hatten wir der tolle Ausblicke, unterschiedlichste Vegetation, bergauf, bergab, einen superschönen Wasserfall und am Ende der Wanderung, was dann ja erst so gegen 10 Uhr war, hatten wir dichtesten Nebel und wir dachten, wir kommen nie wieder am richtigen Ort an. Dafür waren dann die zahlreichen Touristen sehr nützlich. Gemeinsam gingen wir wie im Entenmarsch langsam zurück zum Startpunkt der Wanderung.
Abenteuerliche Küche in eurer einen Unterkunft. 😀
Das ist ja wirklich Massentourismus dort…
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Huhu!
Eure Fotos aus Sri Lanka erinnern mich so an unsere Reise und die vielen Wanderungen auf Reunion. Sehr schön sieht das aus!
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Die Niederländer sind aber auch überall, 🙂
Liebe Grüße!
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