In Ella sind wir insgesamt 4 Tage geblieben. Natürlich war da noch Zeit für eine zweite Wanderung. Diese begann mit einer Zugfahrt. Eigentlich wollten wir nur eine Station mit dem Zug fahren, dann aussteigen und Ella Rock (die höchste Erhebung rund um Ella) besteigen. Dies war unsere erste Zugfahrt und wir wussten noch nicht, dass es keine Durchsagen und auf kleinen Bahnsteigen auch keine Schilder an den Gleisen gibt. So erschien uns der erste Halt einfach nur als ein kurzer Halt auf der Strecke. Auch auf Nachfrage wurde uns das bestätigt.
Erst als der Zug schon eine ganze Weile unterwegs war, wurden wir etwas stutzig. Der nächste Halt war dann unser. Es war zwar nicht Kithalella, aber noch weiter wollten wir uns nicht von unserem Ziel entfernen. Wir waren in Heel-Oya gelandet. Was nun? Beide waren wir etwas genervt. Ich wollte direkt auf den Gleisen zurückgehen, Kristian wollte erstmal wissen, wo wir sind und begab sich ins Gespräch mit den Einheimischen. Das waren so an die 15 Leute und alle diskutierten wie wild durcheinander und studierten eifrig unsere Karte. Das Resultat war dann, dass sich zumindest alle bei der Richtung einig waren. Wie weit Kithalella weg war, schwankte allerdings zwischen 500 m und 6 km. Also zurück Richtung Ella auf den Schienen bei einer krassen Sonneneinstrahlung und etwas mieser Laune.
Nach einer halben Stunde, noch weiteren Gesprächen und Kilometerabschätzungen mit Einheimischen endlich ein Lichtblick. Es kamen uns zwei Touristen entgegen, die uns direkt nach Ella Rock fragten. Wir mussten sie enttäuschen, denn wir wollten ja auch wissen, wo es lang ging. Allerdings hatten sie eine Sri Lankerin dabei. Sie meinten, sie würde ihnen den Weg zeigen. Das war doch super. Wir schlossen uns an. Später stellten wir dann fest, dass die beiden Touristen dafür etwas zahlen mussten. Noch viel später stellte sich heraus, dass wir durch unsere kleine Zugfahrt dem großen Guide-Angebot auf dem Weg zum Gipfel von Ella Rock entkommen sind. Wenigstens etwas.
Man braucht keinen Guide für die Wanderung. Höchstens für den Einstieg (man könnte auch ein Schild aufstellen), alles andere war dann „kinderleicht“. Es gibt nicht wirklich DEN einen Weg. Zuerst geht man durch Teefelder, dann ganz gemächlich einen Waldweg, wo wir links den Ausblick ins Tal hatten und dann wurde es spannend. Es ging immer weiter bergauf, der Weg wurde steiler und steiler. Wir brauchten immer mehr Pausen und Wasser, denn die Sonne brannte. Der Weg schien nie zu enden. Auch wenn es sehr anstrengend war, bleibt mir diese Wanderung wahrscheinlich unvergessen. Es war einer der schönsten Wege, die ich je gegangen bin. Hier ein paar Einblicke.
Wirklich tolle Bilder! Bekomme Reiselust…
Keine Ahnung, ob das mit den Kommentaren funktioniert… liebste Grüsse
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