Sri Lanka Rückblick – Yala Nationalpark

Mittlerweile sind wir sicher in Thailand gelandet. Unsere erste Station ist die große Hauptstadt Bangkok. Wir sind etwas erschöpft und haben beschlossen, hier nun etwas länger als bisher geplant zu bleiben. Deshalb gibt es nun ein paar Rückblicke auf unsere Erlebnisse in Sri Lanka.

Heute fang ich mal mit Yala an. Für mich liegt das gefühlt schon Wochen zurück. Aber es war doch erst der 10. Februar, also gerade mal vor 14 Tagen, als wir auf großer Safari waren. Wir wollten keinen Tagesausflug von unserem Aufenthaltsort am Strand machen, denn das hätte bedeutet 3 Stunden mit dem Auto hin, mindestens 6 Stunden Safari und dann wieder 3 Stunden mit dem Auto zurück. Das erschien uns zu viel Autofahrt für einen Tag. Also suchten wir uns eine Unterkunft in der Nähe vom Nationalpark. Unsere Suche führte uns nach Tissamaharama – offizielle Abkürzung Tissa.

Um dorthin zu kommen, fuhren wir wieder mit dem öffentlichen Bus. Die Fahrt war dieses Mal schon sehr viel angenehmer für mich. Ich wusste, was auf mich zukommt und konnte mich drauf einstellen. An den Straßenrand stellen, dem Busfahrer winken und einsteigen. Das Gepäck konnten wir sicher im Stauraum des Busses verwahren. Das machte es etwas leichter. Und wir mussten nur einmal umsteigen. Es stiegen Leute ein und aus, die Musik war mal lauter und mal leiser. Im zweiten Bus gab es keinen Bildschirm, das verringerte irgendwie die Lautstärke der Musik. Der Fahrtwind blies durch die offenen Fenster und an den größeren Haltepunkten strömten die Händler lautstark durch den Bus und boten ihre Waren an. Insgesamt bekommt man beim Busfahren einen guten Einblick in das Leben der Sri Lanker. Es lohnt sich also. Ist natürlich nicht so entspannt wie ein Taxi, aber sehr viel günstiger.

In Tissa angekommen, wurden wir direkt von einigen TukTuk Fahrern belagert. Das ist übrigens grundsätzlich so, egal wo man ist. Mir ist das ja immer zu viel. Es bietet keine Chance, Dinge auf eigene Faust zu entdecken. Ich löste mich also aus dem Kreis, aber keine Chance, sie kamen alle hinterher. Naja dann war da dieser eine „nette“ Fahrer, der uns eine Visitenkarte von unserer Unterkunft entgegenhielt und schon hatte ich Vertrauen gefasst. Ihm gaben wir dann den Zuschlag für die Fahrt zu unserer Unterkunft. Hinterher stellten wir fest, dass das vielleicht ein wenig voreilig war. Unsere Unterkunft war nicht weit weg vom Busbahnhof…zu Fuß sehr gut zu erreichen…naja Lehrgeld.

Nach einer kurzen Nacht in unserer neuen, sehr luxuriösen Bleibe mit einer wirklich tollen Dusche ging es dann 6 Uhr früh in Richtung Nationalpark. Yala ist der größe Nationalpark Sri Lankas. Es leben dort Elefanten, Krokodile, Lippenbären, Leoparden, Schakale, jede Menge Wasserbüffel, Affen, Rehe, Hirsche, Wildschweine, Geckos (auch größere, vielleicht heißen die auch anders), Flamingos und jede Menge andere Vögel. Die Aussicht auf einen tollen Tag in der Natur erfüllte mich mit großer Vorfreude. Insgesamt waren wir fünf Personen in unserem Safari-Jeep plus Fahrer. Es gibt zahlreiche Agenturen, bei denen man das buchen kann. Das sahen wir dann auch am Eingang des Nationalparks. Hunderte Jeeps hatten dasselbe vor wie wir. Das schmälerte aber nicht meine Vorfreude :-).

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Nachdem wir dann endlich im Park waren, gab es auch schon ein erstes Highlight. Ein Leopard wurde gesichtet. Natürlich wollten ihn alle sehen. Das sah dann so aus.

Jeep an Jeep standen wir vor genau dem Gebüsch, wo der Leopard gesehen wurde.

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Vielleicht findet ihr ihn ja in dem dichten Gebüsch :-). Ich hab einfach mal auf Verdacht ein Bild gemacht. Uns blieb der Anblick eines Leoparden zumindest in diesem Moment verwehrt.

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Was schon bei diesem Ereignis auffiel und sich immer wieder zeigte, war die sehr enge Kommunikation zwischen den einzelnen Jeep-Fahrern. Ohne ihr Handy wären die ganz schön aufgeschmissen. Permanent telefonierten sie oder sprachen miteinander beim Vorbeifahren. Wir kurvten wie wild hin und her, um DAS Tier zu sehen. Dabei wurden wir ganz schön durchgeschüttelt und die Fahrer tauschten ich darüber aus, wo die interessantesten Tiere zu sehen sind. Aber unser Fahrer hielt natürlich auch von sich aus die Augen offen. Was wäre eine Safari ohne wilde Tiere. Als erstes haben wir dann ein Krokodil gesehen, das in der Morgensonne lag. Davon hab ich kein Bild gemacht, aber dafür von einem, das den Kopf aus dem Wasser steckte und von einem, das in der Abendsonne lag. Das war schon ein komisches Gefühl so nah an einem Krokodil.

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Dann haben wir zahlreiche Wasserbüffel und ähnliche Tiere gesehen. Hier eine kleine Auswahl.

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Mein persönliches Highlight waren dann aber die Elefanten. Drei Stück haben wir gesehen. Der erste ist ganz langsam durch ein Wasserloch (See) gestiefelt, der zweite „knabberte“ im Unterholz die ganzen Äste ab und der dritte trabte gemächlich dahin.

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Es gibt auch eine sehr kleine Bärenart in Yala, den sogenannten Lippenbär. Es soll nur noch wenige Exemplare geben und wir hatten das Glück, einen davon zu sehen. Ich fand es etwas beängstigend, als der Bär da so vor sich hin trottete. Alle anderen um mich herum waren völlig aus dem Häuschen. Auch hier ein kleiner Einblick.

Zurück zum Leoparden. Es gab noch eine Möglichkeit, einen zu sehen. Das sprach sich rum wie ein Lauffeuer unter den Jeep-Fahrern. Plötzlich standen an einer Stelle mindestens 20 Jeeps und wir mitten drin. Nichts ging mehr. Und irgendwo im Gebüsch sollte sich ein Leopard herumtreiben. Ich konnte das dann auch bestätigen, denn ich hab ihn für genau eine Sekunde gesehen. Da wir weder vor- noch zurückfahren konnten, blieb es bei dieser einen Sekunde. Nicht genug Zeit für ein Foto und auch nicht, um zu realisieren, dass ich einen Leoparden gesehen habe. Zur Info: Menschen gehören in deren Beuteschema. Aussteigen durften wir nicht.

Ja soviel zu unserem Ausflug nach Yala. Abschließend noch mehr Fotoeindrücke. Es war ein schöner Tag voller toller Erlebnisse und Eindrücke.

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Unser Internet funktionierte leider nur spärlich in den letzten Wochen, deshalb auch keine Beiträge. Das soll sich in Zukunft wieder ändern. Mal schauen…uns geht’s jedenfalls soweit gut…haben nur eine kleine Erkältung…Klimaanlagen sind zwar wirklich ne tolle Erfindung, aber doch hin und wieder etwas frisch.


5 Gedanken zu “Sri Lanka Rückblick – Yala Nationalpark

  1. Ein toller Bericht! In Thailand sollte es mit dem Wifi besser klappen. 🙂 Viel Spaß und gute Erholung. Ich freu mich auf Eure Berichte.

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  2. Ein toller Bericht! In Thailand sollte es mit dem Wifi besser klappen. 🙂 Euch beiden weiterhin viel Spaß und gute Erholung. Ich freue mich auf weitere Berichte.

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  3. Sieht super aus! Macht euch keinen Stress mit den Beiträgen 😀 Ihr seid doch für euch und in eurem Tempo unterwegs. Mein Favorit wäre der Leopard gewesen. Ein Wunder, dass ihr überhaupt Tiere gesehen habt, bei dem Lärm, den die Herde Jeeps gemacht haben muss 😀
    Grüße aus dem arschkalten Antwerpen

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